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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 224 mal aufgerufen
 © Enno Ahrens Geschichten/Aphorismen/Zitate
Enno Ahrens ( gelöscht )
Beiträge:

07.04.2008 16:26
RE: Aufbruch rückseitig (lyrische Prosa) Antworten

Aufbruch rückseitig

Bürgersteig verschlingende Bettelsuse.
Die Konsumgesellschaft breitet ihren Mantel aus.
Ich, Bypassverschlingung, Flucht in die kühle Hintergasse.
Wende mich um; das Gedärm trägt man schon ewig außen, ein
Gewimmer über die Sackleinenkultur immer brav innen, also
nicht in der Galle, sondern am Revers
nahe der Rose, die man mir aus der linken Herzkammer stahl;
der Abriss schmerzt noch nach und erfüllt
die Stadt mit ihrem stummen Schrei.
Pedro, der Nachtportjeminee lacht und die
Exilberliner schieben sich ihre Mollen mit Korn ein in
die gefälteten Innenansichten. Persilgeruch aus der
Chemischen Reinigung löst meinen Bypassknoten nicht.
In der Teufelslounge siehts auch nicht besser aus – ein
ewiges Kommen und Gehen zwischen Himmelspforten und
Geburtsklinik nur noch die Irrenanstalt.
Die Pflegerin wischt mir das Gesabber ab vom
triefenden Frontallappen, ich klammere mich
an meine Oversized-Barbie.
Jetzt kann der Lenz kommen.

*
(C) Enno Ahrens

Enno Ahrens ( gelöscht )
Beiträge:

02.08.2008 08:55
#2 RE: Aufbruch rückseitig (lyrische Prosa) Antworten

1. Überarbeitung

Aufbruch rückseitig

Bürgersteig verschlingende Bettelsuse;
die Konsumgesellschaft breitet ihren Mantel aus.
Ich, Bypassverschlingung, meine Mikadohölzchen sind gefallen,
Füßchen so spitz im Fundament, Flucht in die kühle Hintergasse.
Wende mich um; das Gedärm trägt man schon ewig außen, ein
Gewimmer über die Sackleinenkultur immer brav innen, also
nicht in der Galle, sondern am Revers
nahe der Rose, die man mir aus der linken Herzkammer stahl;
der Abriss schmerzt noch nach und erfüllt
die Stadt mit ihrem stummen Schrei.
Pedro, der Nachtportjeminee lacht und die
Exilberliner schieben sich ihre Mollen mit Korn ein in
die gefälteten Innenansichten. Persilgeruch aus der
Chemischen Reinigung löst meinen Bypassknoten nicht.
Der König des Dschungels hat keine Kenntnis vom Gesetz.
Die Starken, Erfolgreichen seien unbarmherzig, heißt es.
Und ein Dummbeutler, ein Oppossum, huscht durchs Unterholz,
ein Triumphator nicht nur für den Augenblick, ein
vielversprechender Literat, sagt man. Im Strohfeuer seiner Texte
erliegt er der Hitze. Buschfeuer können ja so bereinigend sein.
Auf dem Therapiesofa beim hinkendem Hirnie,
jenem Tasmanischen Teufel im geistigen Hinterland,
siehts auch nicht besser aus. In der gesamten
alzheimernden Weltenlounge ein ewiges Kommen und Gehen,
zwischen Himmelspforten und
Geburtsklinik nur noch die Irrenanstalt.
Die Pflegerin wischt mir das Gesabber ab vom
triefenden Frontallappen, ich klammere mich
an meine Oversized-Barbie.
Jetzt kann der Lenz kommen.

*
(C) Enno Ahrens

Enno Ahrens ( gelöscht )
Beiträge:

05.08.2008 06:49
#3 RE: Aufbruch rückseitig (lyrische Prosa) Antworten

Aufbruch rückseitig (2. Überarbeitung)

Bürgersteig verschlingende Bettelsuse;
die Konsumgesellschaft breitet ihren Mantel aus.
Ich, Bypassverschlingung, meine Mikadohölzchen sind gefallen,
Füßchen so spitz im Fundament, Flucht in die kühle Hintergasse.
Wende mich um; das Gedärm trägt man schon ewig außen, ein
Gewimmer über die Sackleinenkultur immer brav innen, also
nicht in der Galle, sondern am Revers
nahe der Rose, die man mir aus der linken Herzkammer stahl;
der Abriss schmerzt noch nach und erfüllt
die Stadt mit ihrem stummen Schrei.
Pedro, der Nachtportjeminee lacht und die
Exilberliner schieben sich ihre Mollen mit Korn ein in
die gefälteten Innenansichten. Persilgeruch aus der
Chemischen Reinigung löst meinen Bypassknoten nicht.
Der König des Dschungels hat keine Kenntnis vom Gesetz.
Die Starken, Erfolgreichen seien unbarmherzig, heißt es.
Und ein Dummbeutler, ein Opossum, huscht durchs Unterholz,
ein Triumphator nicht nur für den Augenblick, ein
vielversprechender Literat. Im Strohfeuer seiner Texte
erliegt er der Hitze. Buschfeuer können ja so bereinigend sein.
Auf dem Therapiesofa beim NeoTasmanischen Teufel,
jenem nachhinkendem Freudianer im geistigen Hinterland,
siehts auch nicht besser aus. In der gesamten
alzheimernden Weltenlounge ein ewiges Kommen und Gehen,
zwischen Himmelspforten und
Geburtsklinik nur noch die Irrenanstalt.
Die Pflegerin wischt mir das Gesabber ab vom
triefenden Frontallappen, ich klammere mich
an meine Oversized-Barbie.
Jetzt kann der Lenz kommen.

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